Die Beurteilung, ob eine unzulässige Unterschreitung des angemessenen Unterhalts und damit ein nach § 134 BGB unwirksamer Verzicht auf künftigen Trennungsunterhalt vorliegt, setzt voraus, dass zunächst die Höhe des angemessenen Unterhaltsanspruchs festgestellt worden ist.

Sonstige ehevertragliche Regelungen, die für den Unterhaltsberechtigten vorteilhaft sind, werden nicht in die Prüfung mit einbebezogen. Denn die Wirksamkeit der Regelung des Trennungsunterhalts ist isoliert zu betrachten und wird nicht durch Vereinbarungen zu anderen Gegenständen berührt.

BGH Beschluss vom 30.09.2015, Az: XII ZB 1/15