Nach § 1967 BGB haftet der Erbe für alle Nachlassverbindlichkeiten. “Alle” heißt:

  • mit dem Erbfall übernehmen die Erben alle Verbindlichkeiten des Verstorbenen (Erblasserschulden)
  • außerdem müssen sie für alle Verbindlichkeiten aufkommen, die durch den Tod des Erblassers entstehen oder durch diesen veranlasst werden (Erbfallschulden)
  • Darunter fallen auch solche Verbindlichkeiten, die sie selbst eingehen, um den Nachlass zu verwalten (Nachlasserbenschulden)

Die Haftung nach § 1967 BGB ist grundsätzlich unbeschränkt. So kann es sein, dass sie Erben neben dem Vermögen des Erblassers auch Privatvermögen einsetzen müssen, um die Verbindlichkeiten zu erfüllen.

Möglichkeiten die Haftung auf den Nachlass zu beschränken sind:

  • Antrag auf Nachlassverwaltung stellen
  • Antrag auf Nachlassinsolvenz bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung des Nachlasses