ehebedingter Nachteil bei Kinderbetreuung

Die  Betreuung eines gemeinsamen Kindes, die bereits vor Eheschließung aufgenommen wurde und zur Aufgabe des Arbeitsplatzes geführt hat, begründet keinen ehebedingten Nachteil.

Ein ehebedingter Nachteil ergibt sich allerdings aus der Fortsetzung der Kinderbetreuung nach der Eheschließung , wenn der Unterhaltsberechtigte mit Rücksicht auf die eheliche Rollenverteilung und aKinderbetreuung während der Ehe auf die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit verzichtet. Demgegenüber haben Erwerbsnachteile, die bei dem betreuenden Elternteil bereits infolge der Geburt des Kindes oder durch die in der Zeit vorehelicher Kinderbetreuung getroffenen beruflichen Dispositionen endgültig eingetreten sind und nicht mehr ausgeglichen werden können, weiterhin keine ehebedingten Ursachen.

BGH, Beschluß vom 20.02.2013

XII ZR 148/10